Stellungnahme des Vorstands

09. April 2017: Stellungnahme des geschäftsführenden Vorstands zu vergangenen Entscheidungen und zum Umgang mit Kritik

 

Liebe Vereinsmitglieder und Erziehungsberechtigte,

liebe Vereinsfreunde und Interessierte,

 

noch immer erreichen uns auf verschiedenen Wegen Beschwerden zu mehreren umstrittenen Themen im Verein, nach vielen Klarstellungen nun weniger intern als vielmehr auch extern.

So mussten wir kürzlich zur Kenntnis nehmen, dass unseren Kooperationspartnern von vereinsexternen Dritten doch tatsächlich geraten wurde, mit kritischem Blick auf unsere „dubiose Satzungsänderung“ zu schauen.

 

Wir als geschäftsführender Vorstand möchten nun noch einmal ausführlich darlegen, dass wir uns nicht nur gemeinnützig und ehrenamtlich nennen, sondern auch dementsprechend handeln.

 

Alle Entscheidungen der im folgenden erläuterten Themen wurden in bestem Wissen und Gewissen zum Wohle des Vereins, seiner Mitglieder und dem Wachstum des Vereinsprojekts getroffen, alle waren in ausreichendem Maße kommuniziert und diskutiert worden und wurden rechtlich völlig korrekt durch eine Mitgliederversammlung beschlossen.

Unsere Vorschläge in den Mitgliederversammlungen wie auch unser Handeln als Vereinsvorstand beruhen auf von uns erlangten Kenntnissen in Vereinsrecht, Vereinsmarketing und vielen anderen Bereichen sowie auf beratenden Gesprächen mit Referenten der Seminare des BürgerKollegs der Bürgerstiftung Braunschweig, an deren Fortbildungsmaßnahmen wir fortlaufend teilnehmen und von denen wir viele unserer Kenntnisse erlangen.

 

Die diskutierten und kritisierten Themen betreffen die Punkte

1.   Satzungsänderung bei der Mitgliederversammlung am 01.06.2016,

2. Erhöhung der Mitgliedsbeiträge bei der Mitgliederversammlung am 22.11.2016 zum 01.02.2017

3.   Kritik an der Vorstandsarbeit (und Wünsche unsererseits dies betreffend)

 

1.  Zur Satzungsänderung darf erst einmal konstatiert werden, dass weder die Änderungen, noch die daraus entstandene neue Satzung als dubios bezeichnet werden können.

Unsere ersten Seminare im BürgerKolleg der Bürgerstiftung Braunschweig und die Gespräche mit den erfahrenen und rechtlich versierten Referenten zeigten uns einige relevante Lücken in der Ausführlichkeit unserer vorigen Satzung sowie die Möglichkeiten auf, diese zu beheben. Wir arbeiteten auf Grundlage dessen im Vorstand einen neuen Satzungsentwurf aus, der schon vor der Mitgliederversammlung, auf der abgestimmt wurde, allen Mitgliedern zur Einsicht zuging. Der Vorschlag wurde dann von der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen.

Die Satzungsänderungen beinhalten die Definition von Ehrenmitgliedern sowie ihrer Ernennung, eine Änderung in der Aufstellung des erweiterten Vorstands, die sofortige aufwendige Neuwahlen beim Ausscheiden eines Beisitzers dort nicht länger nötig macht sowie die Implementierung der Möglichkeiten, Vereinsmitglieder nach §3 Nr. 26 EStG als Übungsleiter sowie über die Ehrenamtspauschale §3 Nr. 26a EStG zu vergüten. Besonders die Einführung des letzten Teils auch für Vorstandsmitglieder führt hier zu Diskussionen.

 

Wir möchten hierzu jedoch darlegen, dass dies lediglich eine Vorsichtsmaßnahme ist und keinesfalls die eigenständige Auszahlung von Geldern an den Vorstand ermöglicht!

Dieser Absatz wurde uns von zwei Anwälten sehr ans Herz gelegt, da ein Fehlen später zu ernsthaften teilweise gemeinnützigkeitsschädigenden Folgen führen kann.

Eine Auszahlung von Geldern an den Vorstand ist selbst mit diesem Absatz an einen Beschluss der Mitgliederversammlung gebunden, die über die Erfülltheit der Formulierung „bei besonderem Engagement oder besonderem Ausmaß ihrer Vorstandstätigkeit“ entscheiden muss!

Hier liegt keinesfalls eine Bereicherungsabsicht des Vorstands vor und ebenso wenig eine „Dubiosität“.

 

2.  Auch die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge bei der folgenden Mitgliederversammlung ist und bleibt ein stark diskutiertes Thema im Verein.

Wir haben schon im Vorfeld der die Erhöhung beschließenden Mitgliederversammlung ausführlich Stellung zu Notwendigkeit und Begründung der Erhöhung genommen, sogar mit einem knapp dreiseitigen Brief unseres Vorstandsvorsitzenden. Dem ist bis jetzt wenig hinzuzufügen.

Wir möchten dennoch versuchen, auch hier nochmals Klarheit zu schaffen.

 

Unsere Kooperationspartner in den Stiftungen wiesen uns freundlich darauf hin, dass eine Finanzierung unseres Seminarkonzepts mit derart geringen Eigenmitteln schon nach zwei Seminaren (Einführungsseminare im Mai und September 2016) nicht mehr tragbar ist. Das geplante und kürzlich durchgeführte Ausbildungsseminar 2017-1 im März 2017 war also schon direkt in Gefahr.

Auch die Referenten des BürgerKollegs, allesamt erfahrene Ehrenamtsträger oder Anwälte im Bereich des Finanz-, Steuer- oder Vereinsrechts, haben uns hierzu auf Nachfrage eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und des Verwaltungskostenausgleichs im Zweckbetrieb nahegelegt. Kein vergleichbarer Verein unserer Größe finanziere sich mit so geringen Eigenmitteln, sagten sie, und kein Förderpartner würde das große Defizit in der Finanzierung der Seminare lange tragen.

 

Durch die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge können wir nun eine gute Basis an Eigenmitteln vorweisen, die uns eine Finanzierung von mindestens zwei Seminaren pro Jahr gewährleistet und von Förderpartnern erwartet wird.

 

Bei der bereits angesprochenen Jahreshauptversammlung 2017 im letzten Monat wurde auch die Einnahmen-Ausgaben-Überschuss-Rechnung (EAR oder EÜR) für das Geschäftsjahr 2016 vorgestellt und inklusive einer Planung für 2017 erläutert.

Diese zeigt klar, dass die durchgeführte Erhöhung der Mitgliedsbeiträge genau die richtige Entscheidung war, sowohl das Beschließen als auch die beschlossene Höhe.

 

Wir können verstehen, dass eine Erhöhung der Beiträge von monatlich 5,-€ auf monatlich 10,-€ als unverhältnismäßig erscheinen kann.

Jedoch ist dies eine Entscheidung, die notwendig wurde, um langfristig die Finanzierung der Seminare und damit verbunden den Zweckbetrieb Nachhilfe sicherstellen zu können. Eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags in den nächsten Jahren bleibt daher allen Vereinsmitgliedern erspart. Bereits jetzt, nach Durchführung und Abrechnung des Ausbildungsseminars, zeigt sich, dass die Mittel dringend benötigt werden und keinesfalls überschüssig sind.

 

3.  Immer wieder werden wir auf verschiedensten Wegen mit teils harscher Kritik konfrontiert, uns wird an den Kopf geworfen, wir wüssten nicht, was wir tun, und wir würden sehr unprofessionell arbeiten.

Ein Verein ist neben dem geförderten Zweck vor allem ein Miteinander aller Vereinsmitglieder. In diesem Sinne lehnen wir als geschäftsführender Vorstand des Vereins Kritik natürlich keinesfalls ab, wir begrüßen sie sogar. Man lernt am besten aus Fehlern und indem man versucht, sie nicht zu wiederholen.

 

Diese beiden Punkte sind uns als Vorstand sehr wichtig, sodass wir Sie auch weiterhin bitten, uns Feedbacks egal zu welchem Thema zu geben und uns auch ansonsten über Ihren Unmut oder Ihre Verbesserungsvorschläge zu informieren.

So konnten in der Vergangenheit schon viele Vorschläge von Mitgliedern übernommen werden, zum Beispiel auch das neue Verwaltungssystem mit personifizierten Einzelabrechnungen.

 

Entsprechend erwarten wir jedoch auch einen offenen Umgang mit Kritik uns gegenüber.

Wir stehen jederzeit für Fragen und Anmerkungen zur Verfügung und helfen gern bei Problemen.

Unsere Kompetenzen die Vereinsarbeit betreffend haben wir, wie schon kurz in 1. erwähnt, durch viele Seminare in unserer Freizeit noch verbessert, sodass wir auf fast alles reagieren können. Bitte nutzen Sie diese Chance und kommen Sie direkt auf uns zu, dann kann sicher das meiste direkt geklärt werden.

 

Darauf aufbauend finden wir es sehr schade, wenn Mitglieder des Vereins (oder Noch-Mitglieder) durch unbedachte Aktionen gegenüber vereinsexternen Dritten oder sogar Kooperationspartnern wie der Schule dem Verein nachhaltig schaden.

Anonyme Vorwürfe im Internet, zum Beispiel als Google-Rezension unter falschem Namen, deren Wortlaut klarstellt, dass hier mangelnde Fachkenntnis zum Thema Vereinsrecht sowie die Ignoranz gegenüber unseren Informationen an die Mitgliedergemeinschaft ausschlaggebend sind, sowie die Veröffentlichung vereinsinterner Kommunikation gegenüber Kooperationspartnern sind für das langfristige Funktionieren des Vereinsprojekts nicht tolerierbar.

Diese Art der üblen Nachrede schadet allein dem Verein in seiner Gesamtheit und damit auch jedem einzelnen Mitglied, jedoch bringt sie keinesfalls die gewünschte Kritik an der Vorstandsarbeit an die richtige Stelle.

 

Wir verbleiben daher in unserem Aufruf zur konstruktiven Mitarbeit im Verein, zu einem offenen und dadurch ehrlichen Vereinsklima zwischen allen Mitgliedern sowie auch zwischen dem Vorstand und Ihnen.

 

„Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“

Henry Ford

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Verständnis!

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Florian Heumann

 

Im Namen Ihres geschäftsführenden Vorstands des VisioNachhilfe e.V.

Wichtige Vordrucke und Informationen zur Mitgliedschaft und Arbeit im Verein

Mitgliedsantrag
Weitere Informationen unter 'Vereinsbeitritt'.
Mitgliedsantrag VisioNachhilfe e.V..pdf
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Beitragsordnung
Alle Informationen zu Mitgliedsbeiträgen, Beitragsklassen und den Gebühren im Zweckbetrieb Nachhilfe.
Beitragsordnung - 2017-11 - signed.pdf
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Stundenzettel der NachhilfeübungsleiterInnen
Stundenzettel zur Dokumentation geleiste[...]
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Erstattung Fahrtkosten (Antrag)
Antrag auf die Erstattung von Fahrtkoste[...]
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